Die 30. Schwangerschaftswoche (SSW) startet für dich – das heißt: mit der 30. Schwangerschaftswoche sind es nur noch 11 Wochen bis es soweit ist: Dein Kind erblickt das Licht der Welt! 30 SSW (Schwangerschaftswoche)

Die 30. Schwangerschaftswoche

Doch bis dahin vergehen noch 10 Wochen und diese Zeit solltest du so gut wie möglich auskosten. Zu den Wohltaten, die du dir bis zur Geburt auf jeden Fall gönnen solltest, gehört genügend Erholung, Entspannung und viel Schlaf.

Vor allem Schlaf wirst du nach der Geburt wahrscheinlich nicht mehr so oft haben, weil dein Neugeborenes ständig deine Aufmerksamkeit und Fürsorge einfordert und dir und deinem Partner kaum Schlaf zulässt.

Auch wenn dich im dritten Schwangerschaftstrimester wieder einige Beschwerden wie Unterleibschmerzen, Ziehen im Unterleib, Bauchschmerzen oder Rückenschmerzen physisch und psychisch belasten, solltest du versuchen, das Beste aus den letzten 11 Schwangerschaftswochen (SSW) zu machen und auch die Unterstützung deines Partners oder deines Umfelds einholen, wenn sie dir nicht schon längst angeboten wurde.

Medizinischen Beistand bekommst du während deiner Schwangerschaft von dem Frauenarzt deines Vertrauens oder von deiner Hebamme, die dich womöglich schon seit den ersten Schwangerschaftswochen begleitet, unterstützt und beratend zur Seite steht.

In der 30 Schwangerschaftswoche (SSW) wissen fast alle Schwangeren, ob sie ein Kind, Zwillinge oder Mehrlinge erwarten. Die Anzahl von Zwillingen ist in den letzten Jahren gestiegen, was unter anderem an der Vielzahl von künstlichen Befruchtungen liegt, die anscheinend eine höhere Rate von Zwillings- und Mehrlingsschwangerschaften zur Folge haben.

Auch das Geschlecht wissen inzwischen viele schwangere Frauen, so dass einige bereits jetzt schon die Gelegenheit nutzen, um Babykleidung und nützliches Babyzubehör einkaufen oder gemütlich von zuhause aus bestellen.

Außerdem ist es zwischen der 29. und 32. Schwangerschaftswoche mal wieder Zeit für eine große Vorsorgeuntersuchung, die die letzte Untersuchung mit Ultraschall vor der Schwangerschaft ist – es sei denn, du hast eine Risikoschwangerschaft, denn dann sind eventuell noch mehr Untersuchungen geplant.

Veränderungen des Körpers ab der 30. SSW

Von Woche zu Woche wird dein Bauch größer und dein Bauchumfang weiter, da die Entwicklung deines Babys stetig voranschreitet und es immer mehr Platz in deiner Gebärmutter einnimmt.

Dadurch kann es ähnlich wie im ersten Trimester zu schwangerschaftstypischen Beschwerden wie Übelkeit, Unterleibschmerzen, Ziehen im Unterleib und Rückenschmerzen oder Kurzatmigkeit, besonders bei körperlichen Tätigkeiten kommen. Wenn diese Symptome allerdings übermäßig oft auftreten oder äußerst schmerzhaft sind, dann ist es nötig, einen Arzt zu konsultieren und die Ursachen dieser Schmerzen abzuklären.

Eine Gewichtszunahme bis zu 11 Kilo – bei normalen Ausgangsgewicht laut BMI – vor allem durch Wassereinlagerungen ist während einer Schwangerschaft durchaus normal und kein Grund zur Sorge. Die meisten Schwangeren verlieren die zusätzlichen Kilos nach der Geburt innerhalb von ein paar Monaten.

Auch Übungswehen gehören wie bereits in der letzten Woche zum normalen Erscheinungsbild der 30. Schwangerschaftswoche (SSW), solange sie sich nicht zu Senkwehen entwickeln, die dann bereits Vorboten der Geburt wären.

Müdigkeit ist ein weiteres Anzeichen dafür, dass deine Schwangerschaft voranschreitet und du dir Erholung verdienst. Dabei ist es nun wichtig, dass du nicht mehr auf dem Rücken liegst, da dies durch das Gewicht des Babys in deinem Bauch zu Kreislaufstörungen oder schlimmstenfalls zu einem Kreislaufkollaps, dem sogenannten Vena-cava-Syndrom) kommen kann.

In der 30. Schwangerschaftswoche (SSW) ist es ein guter Zeitpunkt, um noch einmal zum Zahnarzt zu gehen, um eine Kontrolluntersuchung oder sogar eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen, da auch die Zähne in der Schwangerschaft in Mitleidenschaft gezogen werden können.

Veränderungen des Babys ab der 30. SSW

Auch das Baby in deinem Bauch macht enorme Entwicklungssprünge. Inzwischen besitzt es ein Gewicht von 1400 g und eine Länge von 40 cm, die du auch zu spüren bekommst.

Das Ungeborene lutscht eifrig am Daumen und spürt immer mehr Impulse, wie Streicheleinheiten von außen, durch die Bauchdecke hindurch. Insgesamt wird es sensibler, was zur Folge hat, dass es auch Schmerzen, wie beispielsweise durch medizinische Eingriffe im Mutterleib, spürt.

Außerdem wird das kleine Wesen in deinem Bauch immer selbstständiger, da es nun seine Körpertemperatur unabhängig von deiner regulieren kann. Auch seine Kopfhaare wachsen nun und ersetzen den vorherigen Lanugo-Haarflaum.

Ab der 30. Schwangerschaftswoche nimmt es die eingerollte Fötus-Stellung ein, auch wenn es vielleicht noch gar nicht in der richtigen Geburtsposition befindet, denn es wird immer enger in Mamas Bauch. Spätestens in der 36. Schwangerschaftswoche (SSW) sollte das Baby in der richtigen Position, der vorderen Hinterhauptslage, im Mutterleib liegen, denn dann ist eine Geburt sowohl für die werdende Mama als auch für das Baby am unkompliziertesten.

Schwangerschaftsbeschwerden ab der 30. SSW

Körperliche Beschwerden während der Schwangerschaft – davon ist fast jede Schwangere mehr oder weniger stark betroffen. Besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel, d.h. zwischen der 5. SSW und der 12. SSW, klagen die meisten schwangeren Frauen über typische Schwangerschaftsbeschwerden: Unterleibschmerzen bzw. Bauchschmerzen, Kopfweh, Müdigkeit, Rückenschmerzen, menstruationsartiges Ziehen im Unterleib und Übelkeit – all das sind typische Symptom, unter denen viele Frauen in dem ersten Schwangerschaftstrimester leiden. Der Körper stellt sich auf die ungewohnte Situation, die Schwangerschaft, ein und teilt dies der schwangeren Frau in Form solcher Anzeichen mit.

Glücklicherweise lassen diese Symptome im zweiten Schwangerschaftsdrittel, d.h. zwischen der 13. SSW und der 27. SSW, bei dem Großteil der Schwangeren nach, so dass aus körperlicher Sicht das zweite Trimester als das entspannteste und unkomplizierteste Trimester empfunden wird.

Allerdings beginnen mit dem dritten Trimester, d.h. ab der 28. SSW bis zur Geburt in der 40. SSW, erneut körperliche Beschwerden. Der Grund für die Beschwerden liegt nun vor allem in der wachsenden Gebärmutter und dem stets wachsenden Bauchumfang der werdenden Mutter. Durch das zunehmende Gewicht des Ungeborenen in dem Bauch der Mutter wird die Gebärmutter gedehnt und der Bauch wächst dadurch mit.

Damit verbunden ist eine Gewichtszunahme – bei in nicht-schwangeren Zustand normalgewichtigen Frauen bis zu ca. 16 kg. Zu den möglichen Unannehmlichkeiten gehören dann Sodbrennen, Verstopfung, Kurzatmigkeit und vermehrten Harndrang. All diese Symptome lassen sich darauf zurückführen, dass die Organe der Mutter durch den wachsenden Platzbedarf des ungeborenen Kindes sozusagen „eingeengt“ werden und dann Schmerzen verursachen. Auch die Wirbelsäule der werdenden Mutter wird durch den größeren Bauchumfang und den dadurch gelockerten Bandapparat belastet, was zu Rückenschmerzen führt.

Die Kindsbewegungen, die die Schwangere vor allem dann bemerkt, wenn sie sich ausruhen möchte und still liegt, sind einerseits ein schönes und willkommenes Zeichen des ungeborenen Nachwuchses. Andererseits ist es für mache werdende Mutter schwer, unter diesen Umständen einen erholsamen Schlaf zu finden, weshalb Schwangere im dritten Trimester vermehrt unter Müdigkeit leiden.

Selbstverständlich ist eine Schwangerschaft keine Krankheit, aber man sollte sich der großen körperlichen Veränderungen bewusst sein und sich während der gesamten Schwangerschaft schonen. Besonders wenn die Schwangerschaftssymptome verstärkt auftreten, wie es im ersten und dritten Trimester der Fall ist, ist es ratsam, sich im Bett oder auf dem Sofa auszuruhen und alltägliche Aktivitäten, wie Einkaufen, Putzen, Kochen, etc. zu unterlassen und diese Dinge von anderen Personen im nahen Umfeld erledigen zu lassen.

Ab dem drittem Trimester können auch Übungswehen oder Vorwehen auftreten, die, wie der Name schon sagt, die eigentlichen Geburtswehen „üben“, d.h. simulieren, aber nicht lange andauern und nur für kurze Zeit leichte, minimale Schmerzen im seitlichen Bauchbereich verursachen und einen harten Bauch erzeugen. Sollten diese Wehen allerdings länger, stärker oder regelmäßig auftreten, so sollte man einen Arzt aufsuchen, um frühzeitige Geburtswehen, d.h. Senkwehen oder Frühwehen, und somit eine bevorstehende Frühgeburt auszuschließen.

Eindeutige Anzeichen, dass die „richtigen“ Wehen, d.h. die Senkwehen oder Frühwehen, einsetzen, sind das Ablösen des Schleimpfropfs im Gebärmutterhals und der Fruchtblasensprung, bei dem Fruchtwasser vaginal austritt. Beide Anzeichen setzen bestenfalls erst zum errechneten Geburtstermin, d.h. um die 40. SSW, ein.

Das dritte und letzte Schwangerschaftstrimester ist für viele Schwangere vor allem durch die körperlichen Einschränkungen und Beschwerden das anstrengenste. Allerdings ist im Gegensatz zum ersten Trimester das Risiko einer Fehlgeburt stark minimiert, da das Ungeborene bei einer frühzeitigen Geburt im dritten Trimester und bei der heutigen, medizinischen Ausstattung bereits gute Überlebenschancen hat.

Falls du also momentan im dritten Trimester deiner Schwangerschaft bist, dann kannst du zuversichtlich nach vorne und auf die baldige Geburt deines Kindes blicken. Bei weiteren und spezifischeren Fragen rund um die Schwangerschaft, zu deinem ungeborenen Baby und zu Schwangerschaftsbeschwerden fragst du am besten deinen Frauenarzt oder deine Hebamme, die dir individuelle und professionelle Auskunft geben können.

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